Premiere: 2. November 07
Weitere Vorstellungen: 4. (14 Uhr), 7. und 15. November, 4., 22. und 31. Dezember 07, jeweils 19.30 Uhr

Musikalische Leitung: Thomas Dorsch
Inszenierung: Felix Prader
Bühne: Werner Hutterli
Kostüme: Ute Noack
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny

Mit: Claudia Berg/Claudia Sasse, Alexandra Bernd/Miriam Lenz, Tamara Gallo, Patricia Roach, Elisabeth Stradalski/Anke Trittin; Sergio Blazquez, Martin Erhard/Thomas Jakobs, Dietrich Greve, Patrick Hörner, Richard Morrison, Patrik Pobeschin, Ks. Jürgen Rust

Chor und Statisterie des Staatstheaters Mainz Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Welche Frau träumt nicht davon, die Schönste zu sein – faltenfrei, makellos, mit einer Traumfigur? So ist es nur verständlich, dass auch Helena diese Sehnsucht verspürt: Sie träumt, sie sei die schönste Frau der Welt. Und keine Geringere wurde Paris versprochen, als er im Schönheitswettbewerb der Göttinnen Hera, Athene und Venus als Schiedsrichter füngierte und Venus den goldenen Apfel als Auszeichnung überreichte. Auch wenn sich Helena nach außen hin ziert, so hat sie doch nichts gegen Abwechslung in der Ehe. Denn von ihrem Mann Menelaos und den „Helden“ Spartas ist sie mehr als nur gelangweilt. Sie ist überglücklich, als Paris pünktlich zum Adonis-Fest erscheint, seine Intelligenz zur Schau stellt und um ihre Liebe kämpft. Da sich Menelaos nicht einfach geschlagen gibt, sind dem turbulenten Komödienspiel keine Grenzen mehr gesetzt…

Jacques Offenbach schuf Mitte des 19. Jahrhunderts mit seinen „operas bouffes“ ein rasantes Musiktheater, indem er in satirischer Manier die politischen und gesellschaftlichen Zustände seiner Zeit auf die Bühne brachte. Diese zeitkarikaturistischen Bezüge erschließen sich einem heutigen Publikum nur schwer, weshalb Die schöne Helena nun vor allem durch die von Offenbach so herrlich geschilderten menschlichen Schwächen besticht: Welche Frau träumt schließlich nicht davon, die Schönste zu sein …?

Der in Zürich geborene Felix Prader, der als Assistent mit Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Robert Wilson zusammenarbeitete, machte sich in den vergangenen Jahrzehnten insbesondere mit seinen Inszenierungen an der Berliner Schaubühne und am Berliner Renaissance-Theater einen Namen. Darüber hinaus führte er Regie in Düsseldorf, Bochum, München, Wien, Basel, Bern und Zürich sowie in Frankreich (u. a. an der Comedie Francaise und am Nationaltheater Strasbourg), Spanien und den USA. Mit seiner Inszenierung von Donizettis „L’elisir d’amore“ an der Volksoper Wien gab er sein Debüt als Opernregisseur. In dieser Spielzeit wird er am Staatstheater Mainz auch Marivaux‘ „Die Unbeständigkeit der Liebe“ in Szene setzen. [© Staatstheater Mainz]