4. Sinfoniekonzert 2010

Claude Debussy – Trois Nocturnes
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 1 D-Dur Titan

Der Titan
Als wahrlich titanenhaft kann man die Musik Gustav Mahlers bezeichnen. Bereits mit seiner 1. Sinfonie stellte er alles in Schatten, was an Orchesterklang bisher erreicht worden war. In seiner Musik findet die Sinfonie ihre Erfüllung und Auflösung: Mahler brach ihre Form auf und erweiterte ihre Klangsprache. In dieser Sinfonie etwa erreicht Mahler den Eindruck von räumlicher Tiefe in seiner Musik durch eine raffinierte Komposition von Klangfarben und die Aufstellung der Musiker im Raum. Inspiriert wurde Mahler zu diesem Werk durch Jean Pauls Roman Titan um den Aufstieg eines Helden. Der Komponist György Ligeti sprach hinsichtlich dieser Sinfonie von der »Entdeckung der Klangfarbe als selbständige musikalische Dimension«.
Ein Klangfarben-Zauberer ist auch der musikalische Impressionist Claude Debussy. In seinen Nocturnes zeichnet er ein Klangfarben-Gemälde der nächtlichen Natur. Dafür veschmilzt er im  letzten Satz den Orchesterklang mit der menschlichen Stimme, indem er einen Frauenchor einfügte.
Am Pult des Oldenburgischen Staatsorchesters steht Thomas Dorsch, es singt der Damenchor des Openchores.

Dirigent Thomas Dorsch
Damen des Opernchores

14. Februar 2010, 11.15 Uhr,
15. Februar 2010, 19.30 Uhr, Weser-Ems-Halle